großartiger höhlentippel

„…wir gehen wieder auf fahrt!“ So heißt es in etlichen fahrtenliedern, und es klingt so, als ob es etwas selbst- verständliches für wandervögel ist – ein stück weit stimmt diese aussage natürlich, allerdings ist es trotzdem jedesmal ein besonderes ereignis für uns, wenn wir unsere Affen packen und uns auf machen.

So war es auch am 2. märz diesen jahres als sich Pascal, Pfiffo, Olli und ich – der Shaun mit Smilla (Pfiffos hündin) im Restaurant „Burg Ramstein“ trafen.

Von dort aus tippelten wir noch freitag abend zu einer nah gelegenen Höhle im angrenzenden wald. Dies erwies sich als kleines abenteuer, da die waldwege rutschig und nass waren. Außerdem brach langsam die dunkelheit über uns herein.

Trotzdem war die höhle nach wenigen minuten gefunden und mit einem kleinen feuer hell erleuchtet sowie aufgeheizt, so dass uns trotz kniebundhose bei temperaturen um die null grad nicht kalt war.

Pfiffo bereitete uns innerhalb weniger minuten eine kräftige mahlzeit aus nudeln, putengeschnätzeltes, und soße zu.

Nachdem diese leckere kräftige und wärmende mahlzeit uns satt gemacht hatte, nahmen wir unsere gitarren in die hand und sangen donnernd in den wald hinein. Dies beeindruckte auch mich, obwohl ich zuvor schon unzählige gesangsrunden genießen durfte.

Als wir dann das erste mal auf die uhr schauten, waren wir zunächst doch ein wenig verwundert, da wir merkten, dass es nicht 11 uhr sondern halb 1 war.

Wenige zeit später legten wir uns auch schon unsere schlafplätze zurecht und schliefen schnell ein.

Am nächsten morgen erwachte Pascal, unser jüngster mit elf Jahren, als erstes und entfachte das feuer mit ein wenig hilfe von mir.

Auf diesem feuer kochten wir uns heißes wasser, um tee und kaffee zu trinken. Den kaffee servierten Pascal und ich den älteren im schlafsack, um richtig wach zu werden. Gleichzeitig tranken wir beiden unseren tee.

Als dann alle aus dem schlafsack gekrochen waren, bereiteten wir das umfangreiche frühstück vor, um uns die mägen zu füllen. Als dies vollbracht war, warteten wir nur einen kurzen moment und packten dann unsere gefühlten sieben sachen zusammen, um los zu tippeln.

Da wir die fahrt genießen wollten, hetzten wir uns nicht ab und schlenderten über die breiten waldwege. Interessante sowie lehrreiche gespräche versüßten das wandern wie immer.

Ca. zwei stunden nach dem losgehen kamen wir an einer felskante an, von der man ungefähr 80 meter tief gucken bzw. fallen konnte. Doch dort zu liegen war ein traum, eine leichte briese pfiff ins gesicht, ein bussard war vor uns, dem man wunderbar beim jagen zuschauen konnte. Die ersten singvögel um uns herum begrüßten den frühling. Zusätzlich dazu schien uns die Sonne auf den bauch, und so weit das auge blicken konnte, war eine herrliche mischwaldlandschaft, die sich im Wind wiegte – kurz: EINFACH HERRLICH!

Doch auch dort mussten wir irgendwann losgehen und so  machten wir mittags an einem eiskalten bach pause und zündeten wieder einmal ein feuer an. Zuerst kochten wir darauf spülwasser. Danach kochten wir wie jedes mal tee und kaffeewasser. Die warmen getränke genossen wir bei einer kleinen brotmalzeit und pause.

Da wir auf einer kleinen schmalen holzbrücke unsere rast ausgebreitet hatten, konnten wir nicht in ruhe essen. Auslöser dafür war, dass wir andauernd unsere Sachen bei Seite räumen mussten, da mountenbike-fahrer die brücke überqueren wollten. Da dies auf dauer extrem nervte, räumten wir unsere sachen nach dem essen schnell weg. Nachdem das feuer ausgebrannt und die Flaschen aufgefüllt waren, gingen wir weiter unseren weg.

So gegen 5 Uhr kamen wir, wie sich später herausstellte, an unserem schlafplatz an. Eine ähnliche felsplatte wie schon die von mittags. Von dieser ging es ca. 60 Meter nach unten. Die aussicht war ähnlich, abgesehen davon, dass sie noch von einer idyllischen bahnstrecke und der burgruine der Burg Ramstein ergänzt wurde.

Pascal und ich sorgten für trockenes, zurecht gesägtes und gespaltenes feuerholz. Während dessen gingen Pfiffo und Olli die wassersäcke mit trinkwasser auffüllen. Als sie wiederkamen, brannte das Feuer bereits und war bereit teewasser zu wärmen.

An diesem abend sangen wir natürlich auch. Das kochen übernahmen an diesem tag Olli und ich. Doch da wir noch müde vom vortag waren, gingen wir an diesem tag (relativ) früh schlafen. Da wir unter freien himmel schliefen, legten wir uns um das feuer herum, in der hoffnung das es uns wärmt.

Ein besonderes ereignis – was ich zuvor nicht bewusst erlebte – war, dass Olli als erstes wach war. Aber dies war ihm nicht genug, er stand auf, hatte als erstes gepackt, tee gekocht und das frühstück vorbereitet (normalerweise ist Olli ein langschläfer).

Nach dem aufstehen, anziehen, frühstücken, packen und letztlich losgehen, kamen wir nach 10 Minuten schon wieder an den geparkten Autos an, und fuhren sonntag mittag mit neuen, tollen erlebnissen  richtung heimat.

LG Shaun

neujahr auf burg balduinstein

wie immer treffe ich bereits heilig abend ein. die burg ist ja meine zweite heimat geworden. so verbringe ich heiligabend im bündischen kreis. den ganzen nachmittag lang, wird in der küche geplotzt. meine aufgabe ist diesmal nicht die einfachste, aber eine gute. so schaffe ich schubkarre, um schubkarre in das rote kaminzimmer, wo wir am abend feiern werden. bald schon sind wunderbare speißen aufgetischt. die feiertage gehen mit viel gesang, ruhe und muße und esse, essen, essen ins land. am zweiten feiertag trudeln die ersten freunde ein. nicht nur aus dem eigenen bund, denn sylvester ist immer die zeit, wo sich auf der burg die bünde mischen. eine interessensgemeinschaft zieht es ins schwimmbad, die anderen in den wald, wieder andere fahren in die stadt, es gibt singerunden, spielerunden, kochrunden und vieles, vieles mehr. überall, wo man sich trifft, ist etwas los. daher nennen wir die tage zwischen den tagen auch “musische tage”basteln, singen, spielen, wandern, shoppen, kochen, bauen, aufräumen” für jeden was dabei.

abends wird gemeinsam gekocht und die schar der freunde ward immer größer und größer und so ist immer mehr los und es gibt immer weniger schlaf. eine herausforderung, der wir uns gerne stellen. die tage ziehen dahin und jeden tag gibt es neue leute, die man kennen lernt, alte, die man trifft, und alle, mit denen man was unternimmt. bald schon naht das große neuhjahrsfest und in diesem jahr haben wir nicht die vorbereitung. und das ist nämlich ganz schön viel arbeit. dieses jahr geht der dank an die graue jungenschaft. die haben kräftig eingekauft. immerhin muss man für bis zu 80 leute kochen. schnippeln, vorbereiten, würzen und zubereiten. eine unglaubliche arbeit, für wenige minuten. doch bieten wir das von der burg aus, immer wieder gerne an. dann wird auch der saal in weiße tücher gewandelt, sitzkissen und lehnen werden ausgelegt, kerzen, hunderte von kerzen aufgestellt, die dann den raum in wunderbares licht verwandeln, bevor am abend die sängerinnen und sänger zu den lärmhölzern greifen.

yyy.jpg

nun ist es soweit. das buffet wurde eröffnet und der andrang zu den tischen geht los. zahlreiche varianten frischer, gesunder und lecker zubereiteter mahlzeiten und snacks gibt es im angebot. alkfreie getränke für pimpfe und gute weine für die alten. der gesang erschallt früh und hallt bis in die nacht hinein. kurz vor zwölf stehen wir alle am großen lagerfeuer, das fleißig von einigen aufgebaut wurde. es brennt so hell und hoch, dass die ruine weithin erleuchtet ist. ich schaue durch die runde und stelle fest, dass der jüngste gerade mal so um die 7 jahre alt sein muss, der älteste, er hat einen stuhl erhalten ist sage und schreibe 93 jahre alt. zuerst singen wir lieder und das feuer und die fackeln an den mauern spenden licht. dann kommt die rede. freundschaft und treue! es wird immer wieder und jedes jahr beteuert, auf was es ankommt. nicht die farben der halstücher spielen heute und sonst eine rolle, sondern die innere verbundenheit. und so ist es auch an diesem abend. so singen wir die schönsten lieder der fahrtenmenschen und erfreuen uns am gejaule und den bunten erleuchtungen der sylvesterraketen, die zum himmel ziehen, wie wandervögel in den süden.

unser vorteil, dass man gut von der burg aus sieht und sein erarbeitetes geld nicht in schwarzpulver verwanderln muss. es gibt ja genug leute, die uns mit ihren raketen beschenken. so sehen und staunen wir und wünschen jedem einzelnen in der runde ein frohes neues jahr. dieses prozedere dauert meist bis zu einer stunde und manchmal noch länger.

inzwischen sind die meisten in den festsaal zurück gekehrt. da tritt der kanzler in die runde. es ist zeit, neue gefährten in den bund aufzunehmen. es folgen halstuchverleihungen und sogar eine barettverleihung. es fließen gar tränen, vor freude und das schritte im bund gewagt werden, die pionierhaft sind. so vereinen wir gerne jung und alt im orden der rebellen und somit im autonomen wandervogel und geben längst ausgestoßenen alten bündischen eine heimat zurück, in der sie sich wohl fühlen können. eine gemeinschaft in der wir von den alten profitieren dürfen und die alten dem spektakel der jungen beiwohnen dürfen. nicht möglich, sagst du, dann schau nochmal auf unsere homepage oder besuch uns, vlt auch mal an sylvester auf burg balduinstein……

http://www.jugendburg-balduinstein.de

winterfahrt

Den Rest des Eintrags lesen »

wandern, feiern, singen….

am frühen freitagnachmittag fuhren wir dann nach schmelz. nach reichlicher überlegung, sich das unwetter an zu tun, führte uns die wanderung zu einer sehr hoch gelegenen kapelle. die freunde haben bereits ein feuer angezündet, welches zur wärmung auch sehr von nöten war. es gab warmen tee und so wurde das jahr ausgesungen. eine kleine, bunte, überbündische schaar von pfadfindern und wandervögeln. der blick, der weit ins tiefschwarz liegende saarland hinein reichte, belohnte zu dem die beschwerliche wanderung durch den starken regen. wie wir in der bdp´ler pfadfinderheim ankommen, gibt es eine gute, warme hunoldsteiner suppe, die uns wieder aufwärmte und kraft für die lieder gab, die wir fortan sangen. einige kleinenere, sogenannte wölflinge, spielten noch die ein und andere einlage, den abend zu bereichern.

leider konnten wir nicht den ganzen abend bleiben, denn unsere abkommandierung hat einige freunde in der mühle zurück gelassen. denn auch dort soll unsere kleine interne weihnachtsfeier statt finden. so besingen wir lange den abend und im kreise der rebellen und walküren, was nur sehr selten vor kommt, wird rasch noch der folgende tag geplant, denn wir haben ja noch zwei gebursttage zu feiern.

am frühen morgen jedoch reisen wir erst mal nach merzig. dort haben die freunde der cpsaar ihre makrebinische jurte aufgebaut, die immer wieder ein augenschmauss ist und wo es lammsuppe gibt und tee a la menthe. wir nisten uns in die kissen und teppiche ein, als seien wir hier zu hause und beginnen, unsere fahrtenlieder zu singen. schwupp, die wupp, ist das schwarzzelt voller menschen, die das schöne ambiente der freunde und unseren gesang genießen. wir genießen die begeisterung. dennoch lassen wir es uns nicht nehmen, den mittelalterweihnachtsmarkt zu erkunden. es gibt kamelreiten, viele, viele lecker sachen zu essen. äxte, beile, schwerter, kerzen, mäntel und sogar eine teppicherie.

am nachmittag dann, gilt es die vorbereitungen für den abend zu treffen. die einkäufe sind so eben erledigt, nun heisst es, müllerhaus umbauen. tische schieben, decken, dekorieren. geschenke vorbereiten. nur für das schöne bundesfeuer finden wir heute keinen platz, da es an der mühle land unter, wegen den regenmassen heisst und es keine möglichkeit gibt, jenes zu entzünden. daher wird die feier komplett in er wohnung sein. der kamin brennt aber schon, die getränke sind gekühlt und so kann nach einem reichhaltigen buffet, den gratulanten eine rede gehalten werden. unser kanzler erzählt aus den geburtshjahren der jungs, dass bremen meister war und welcher vogel, vogel des jahres war, was es sonst noch für ereignisse gab und schmückt die erzählungen mit gedichten bekannter schreiber. es werden geschenke verteilt und schließich folgt unsere singerunde, wie wir sie am liebsten halten. zuerst die alten lieder, dann die bekannten, dann die extravaganten, wir singen bis früh am morgen und befeiern so unsere freunde.

ein jahr geht zu ende und nur noch wenige tage bis sylvester. ein wunderbarer jahresabschluss, eine schöne geburtstagsfeier und ein gutes wochenende mit freunden aller coleur liegt hinter uns…..

“eine kothe? wir fahren nach italien!”

„pssssst! alle ruhig jetzt. oder wollte ihr entgültig absaufen?“
langsam schleiche ich mich vorbei an den alten rostigen landwirtschaftsmaschinen. es stinkt bestialisch nach altem  öl und verrosteten stahl.
langsam, ganz langsam schiebe ich meinen kopf in die höhe und erhasche einen blick auf das große steinhaus, welches nun, im regendunst  kaum zu erkennen ist. im haus brennt licht.
war das da gerade eine bewegung bei dem schuppen weiter vorne?
„mist, da kommt jemand! alle mann in deckung!“
hastig wird das gepäck zusammengerafft und wir 4 verschwinden unter mähdreschern, dampfmaschinen und traktoren.
die schritte kommen näher, nach einer gefühlten ewigkeit sind sie aber nicht mehr zu hören. naja, kein wunder bei dem sauwetter!
„ok die luft ist wieder rein glaube ich.”  fluchend und nun vollkommen verdreckt kriechen wir wieder auf den einzigen freien platz in dieser windschiefen barracke. das dach scheint hier nur auf den vermoderten holzbalken zu liegen, damit der ganze laden nicht zusammenkracht. es tropft an fast jeder stelle.
aber immer noch besser als wieder zurück an den alten schlafplatz.
resigniert, aber auch fasziniert schaue ich hinaus in die typisch toscanische landschaft.
wütend peitscht der wind die regenschleier über die felder, zerrt an bäumen und sträuchern und überschwemmt nach und nach den völlig ausgetrockneten boden.
die einzige trockene stelle unterm scheunendach schrumpft bedrohlich schnell.
„legt euch hin. Ich übernehme die ersten 2 stunden“, sage ich.
die jungen lassen sich das nicht zweimal sagen, sehen zu dass sie aus den nassen klamotten rauskommen und liegen eng aneinandergeschmiegt auf dem einzigen trockenen plätzchen.
ich muss mit einem platz im regen vorlieb nehmen.
die stunden vergehen, fast apathisch starre ich hinaus, oder schleiche zurück zum beobachtungsposten.
es wird dunkel. immer noch regnet es in strömen, kleine bäche  beginnen durch unser lager zu fliessen. das letzte brot, nicht viel mehr als ein teigiger klumpen, wird gegessen.
die stimmung ist entgültig am tiefpunkt.
wie so oft in diesen momenten drehen sich die gespräche um zu hause.
niemand schläft in dieser nacht. zu groß ist die angst erwischt zu werden, zu groß der hunger, zu groß bei manch einem die sehnsucht nach zu hause. ich spüre das.

der nächste tag. langsam wird es wieder ein wenig heller. regen, immer noch.
„ und ich dachte im august regnet es hier unten nicht. schöne bescherung.“
wut.er hat recht.  so eine unverschämtheit! jetzt ist sowieso alles nass. essen?fehlanzeige!
„packt zusammen. der himmel kann mich mal.“
das leuchtet allen ein. lieber ersaufen als versauern.
stunden später. der letzte tropfen fällt. WIR sind auf fahrt. endlich angekommen.

die forelle flitzt im baybach

Es müssen nicht immer Kilometer abgerissen werden. Getreu diesem Motto, hat sich eine Fahrtengruppe des Rheinischen Ordens auf den Weg ins Baybachtal gemacht.

Am Ostermontag starteten wir gelassen, in Koblenz wurde noch Hopfenschorle besorgt, in erinnerung an dieKönigsbacherrunde natürlich Königsbacher Pils

rebellen on tour

so zog es uns in die eifel. treffpunkt war eine zuvor per email versandte koordinate, die im vorfeld heraus gefunden werden musste. es war leicht, und so war der zielort schnell klar. die oleftalsperre war nach wenigen stunden autofahrt gefunden. eine zeitlang warteten wir auf den trupp aus nrw und dann gings mit sack und pack, hunden und gitarren durch den kühlen feuchten regen in die weite wildnis. gut, dass wir eine schutzhütte fanden, die war zwar gerade groß genug, die 6 mann und zwei hunde einigermaßen trocken unterzubringen, aber auf alle fälle besser, als eine nasse kothe oder unter freilufthimmel. einer aus der truppe hat ein essen vorbereitet, dieses war dann auf dem feuer schnell zubereitet, so konnte am späten abend in die nacht gesungen werden und man widmete sich den wandervogel und fahrtenliedern.

der jüngste (11j) durfte den platz ganz hinten in der hütte belegen, da ich als letzter zu bette schritt, blieb mir nur das vordach. ein fataler fehler, aber einen musste es ja treffen. am frühen morgen dann war mein schlafsack gut durchnässt. es folgt der versuch, der zwar gelang, auf dem feuer kakao und kaffee zubereiten, aber die finger froren, alles war nass, ein sinnflutartiger regenguss…..
man philiosophiert, wie denn die winterfahrt geschafft werden will, wenn wir hier schon so kläglich leiden. doch wir beschließen, dann ist es ja kalt und der regen wird zu schnee und es ist trocken. als beim frühstück lautet gebrüll auf uns zukommt und schüsse fallen wird uns zu dem noch klar, dass wir in mitte einer jagd gelandet sind….oje.

nach dem frühstück gehts schnell weiter. wir wandern den pfad entlang und suchen den steilen aufstieg zu einer kapelle. dort soll der jüngste in den bund und den orden aufgenommen werden. der weg jedoch ist gesperrt. auch der nächste weg ist gesperrt “durchgang verboten, treibjagd”. schließlich brechen wir ab und begeben und nach etlichen kilometern zurück zu den fahrzeugen.
bald schon sind wir bei einem der freunde zuhause angekommen. erstmal aufwärmen, duschen, sachan zum trocknen aufhängen und dann einkaufen, lecker sachen und guten wein. bald sind wir 14 leute, familien, freunde, bundeskameraden, die auf den tippel nicht mit konnten, sich das spontane treffen aber nicht entegehen lassen dürfen. bald schon ist das gute abendessen zubereitet und die hungrigen mäuler gesättigt und gestärkt, im kaminzimmer den abend einzuläuten. wir trinken roten und weißen wein und neben den guten gesängen gibt es geschichten von chinafahrten und der transibirischen eisenbahn, von erlebnissen aus lettlang und litauen und so kommt die erste fahrtenstimmung für 2012 auf, wo wir hoffentlich regenfrei reisen werden.
in der schönen stimmung wird der jüngste in den bund aufgenommen, er bekommt das erste selbst genähte halstuch.

…..ein wunderbares wochenende!

wiederholt großes treiben an der mühle

mehrfach haben wir nun gezeigt, dass die mühle, auch unter allen baulichen herausforderungen ein guter ort ist, um sich zu treffen und um zu arbeiten, zu singen, zu feiern, oder auf die jagd zu gehen. so haben wir jüngst in gemeinsamer erungenschaft mit den freunden der cpsaar ein großes oktoberfest organisiert. passend zum erntedank kamen viele freunde aus vielen bünden, und man nutzte zu dem die anwesenheit der tanzmafia und deren guten vorbereitung um der kälte zu trotzen und bis spät in die nacht zu singen. wie es sich für eine zünftige fete gebührt, wurde dann bis spät in die nacht gesungen.

20111003-bauen-cps-muehle-18.jpg verkleinert

 

ein dank gilt hier auch dem fuffi vom coburger wandervogel, der extra fränkisches bier, weisswürste und brezeln angefahren hat. auf nächstes jahr!

vor wenigen tagen noch waren unsere jüngsten früh morgens um fünfe aufgestanden, wie immer im herbst, um hirsche zu jagen. doch nicht etwa mit gewehr und kugeln, sind die pimpfe zum beobachten unterwegs. und es war ein gelungener anblick, den stolzen tieren zuzuschauen, wie sie die herde führen und sich durch den wald, wie ein könig bewegen. dazu musste neben früh aufstehen und mit der müdigkeit kämpfen, auch gut für ruhe gesorgt werden, dass die aktion erfolgreich würde. und es war geschafft, bald waren die tiere zu beobachten und das spektakel begann und ist man leise im wald,

findet man nicht nur hirsche, so wurden auch schweine und ein fuchs entdeckt.

viele baueinsätze haben die verschiedenen freunde des awv bisher an der mühle geleist

20111003-bauen-cps-muehle-38k.jpg

et. hierbei fanden sie stets quartier im müllerhaus und genossen, bei tag und nacht, das bündische leben. immer wieder wird gestaunt, wie schnell doch die arbeiten an dieser mühle voran gehen und es ist wirklich eine meisterleistung! da wird auch jede hand gebraucht und natürlich sagen wir da nicht nein. immer, wo ein helfer gebraucht wird, wird mit angepackt, das projekt zu meistern. und wer nicht so gut beim tragen oder hämmern ist, der kann gut in der küche helfen, kaffee kochen und die handwerker versorgen. am abend wird zünftig gegessen und gefeiert und so mancher arbeitstag wird hart, wenn die nacht kurz ist!

regelmäßiges treffen eingeleitet. im versuch und dem gelingen, neue pimpfe aus zerf zu finden, treffen wir uns seit einiger zeit, regelmäßig an der mühle um nestabende der rebellen abzuhalten. so denkt sich immer ein anderer eine unternehmung für alle aus und los gehts. wie immer sind wir rebellen nicht verschlossen und laden stets auch freunde und gefährten zu unseren veranstaltungen ein. bringt einfach ein bisschen was zu essen, Eure gitarren und schlafsäcke mit…..

wir sehen uns in zerf

bundessängerkreis gegründet

nun hat schon das zweite mal die graue eminenz des bundes getagt und arbeitet mit hochdruck an den gruppenversionen der selbstgeschrieben lieder und dem ziel, sowohl eine cd zu pressen, als auch gut geübten gesang in die jugend zu tragen. auf das mehr und mehr gesang weniger gebrüll in den abenden gesungen wird. ein vorgeschmack könnt Ihr auf der homepage des bundes anhören. derzeit sind leider immer noch die schlechten aufnahmen online, und auch nicht alle texte, denn wir arbeiten dran. danke für Eure unterstützung!

(tor)tour mit alten säcken, oder, “Du hast dir abenteuer gewünscht”

klar werden viele sagen, achso, die autonomen wandervögel sind mit dem wohmobil los. so einfach ist die geschichte nun aber doch nicht!
ein lieber freund, der schon mehr als 6ß lenze zählt, hat sich in diesem jahr entschieden, mit uns eine reise zu tun. und nicht nur er, fragten mehrere alte säcke, wie es aussieht, was gemeinsam zu machen. was gemeinsam machen? wie soll das denn gehen, der eine kann kaum laufen, der andere braucht eine menge medikamente und die jugend “frisch und frei”, soll dann pfleger sein…? ich begann zu überlegen……

p1030280.JPG
die lösung war einfach. in diesem jahr, werde ich 5 wochen auf fahrt gehen, davon einen teil, mit den alten säcken des ordens, der andere teil, wird mit den pimpfen gemacht. flucks sind die flüge für die jungen gebucht und der termin steht, passend für alle drei bundesländer. nun galts, die altenfahrt zu planen.
erste frage, wie kommen wir ans ziel? denn das ziel war schon geklärt. wir reisen nach sizilien und machen einen abstecher nach kalabrien. gesagt getan, gehts an die planung. inzwischen sind wir 10 leute, die - zumindest - die gemeinsame anreise nach italien meistern wollen. es werden vignetten bestellt, land- und fahrkarten, reiseführer gewälzt und die gegend erkundet. doch damit nicht genug, musste ein vehicel gefunden werden. es soll tauglich sein, die 5000 km zu schaffen, es soll eine übernachtungsmöglichkeit für die alten bieten und zum transport der sonstigen materialien dienen. da war die antwort; das wohnmobil.
das wohnmobil, von dem ich spreche ist etliche jahre alt. es schafft 60 pferde auf die straße (zumindest bergab) und läuft durchschnittlich 60 kmh. es hat ein gesamtgewicht von 3,5 t und fasst 6 personen. es spricht diesel und der stauraum, lässt einige überraschungsmomente für sich!
so ist der motor zwar heile, sonstiges bedarf jedoch kaum einer erwähnung. türen, griffe, fenster, kocher, kühlschrank, heizung, wände, sitze, polster - alles kapudd!

für uns reicht es. soll es uns sicher ans ziel bringen und fertig. die mannschaft steht. das fahrtenmaterial ist gepackt. es wird ingesamt 5 fahrtengruppen geben. wir sind fahrtengruppe 1 - 3. aufgeteilt in zwei fahrzeuge. das mutterschiff und ein pkw. besondere fahrgäste sind zwei hunde und zwei mädchen, die beschlossen, die anreise mit den bündischen ans meer, gemeinsam zu bestreiten.
inzwischen sind wir höhe rom. wir haben bereits zwei reifenplatzer hinter uns gebracht. <br<

<br>der eine, klassisch, in einem tunnel. nicht, dass wir die autobahn blockierten. es muss sehr lustig sein, wenn man statt eines manierlichen wagenhebers, fürt ein 3,5 t fahrzeug, eine art schraubenschlüssel hat. ich kanns nicht genau erklären. dennoch schaffen wir es in weniger als einer stunde, den reifen zu wechseln.
abends treffen wir die tage immer wieder ans meer. gezwungener weise, wollten wir doch längstens im süden sein. aber, wir müssen einen neuen reifen besorgen. nicht nur, damit wir ihn an bord haben, sondern, da sich bald zeigt, dass wir auch den brauchen werden. wir brauchen drei tage, diesen reifen, in der passenden gewichtsklasse zu besorgen.
natürlich lassen wir uns tags nicht unterkriegen. wir kochen fein, singen schön und es gibt einiges zu erzählen. im meer wird gebadet und zwischen 11 und 17 uhr wird siesta gemacht oder auto gefahren. sonstiges ist in der hitze leider nicht möglich! auch das romee darf auf diese fahrt nicht fehlen.

p1030135.JPG

wir sind wieder auf der autobahn. es gibt einen riesenknall. der wagen schaukelt. flip und ich sitzen auf der hinteren wohnmobilbank und ich gewinne gerade im romee. da fliegen uns schaumstoffteile und plastikverkleidungen um die ohren. im wageninneren. flip versucht, um sein leben zu springen, doch ich komme nicht eilig genug hinter dem tisch raus, habe zu dem angst, dass das womo kippt und halte ihn an ort und stelle. jack, der fahrer manovriert das fahrzeug gschickt und schwankend an den straßenrand. ach du scheisse……

es hat den ganzen radkasten zerschlagen, das halbe wohnmobil ist freigelegt. man sieht bis zur toilette und in den fahrzeuginnenraum. schnell versuchen wir den reifen zu wechseln, damit wir weiter können. wieder stehen wir auf der autobahn. diesmal vor einem tunnel. zu spät, schon kommt eine polizeistreife.
der beamte steigt aus und brüllt uns an, dies sei seine autobahn und er müsse zu einem unfall. wir sollen machen, dass wir weg kommen. omo erklärt dem menschen, dass wir einen reifenplatzer hätten. doch den interessiert das nicht. er gibt uns 10 minuten, dann hole er einen abschleppwagen. leichte panik, eher hektik macht sich breit. einige sammeln die verloren gegangenen teile ein, rucksäcke, schuhe, ponchos, was halt so raus flog und noch gerettet werden kann. wir schaffen es in windeseile und mit gemeinsamer kraft - naja, nun eher abwechselnder kraft, da es so schwierig ist, den wagenheber mit einem maulschlüssel zu bedienen…..
<br<

wie auch immer, sind wir bald wieder flott und stellen fest, nicht wie vermutet, die achse ist nicht gebrochen. hurra! erst mal abfahren, essen gehen, beruhigen…. dias große beratschlagen geht los, wie die fahrt nun weiter gehe. der abgasruss strömt ins wageninnere, alles ist schwarz, das halb wohnmobil zerlegt. ein weiterer platzer hält der wagen nicht aus! all unsere kleidung ist inzwischen schwarz vom ruß. wir sind fix und fertig. die hitze, die anstrengung, die probleme mit dem auto. wir beschließen, ans meer und erst mal tippeln gehen.... am meer, es wird gebadet und ein wunderbares essen geplant. obwohl man hier toll sitzt; es gibt eine bar, mit kaltem martini und bier. eine dusche, ein klo (aus keramik!), gehts früh am morgen in kleinstem trupp los. wir haben jeder 5 liter wasser (geschätzt) und sonst, naja, was man halt so braucht. wichtig sind die gitarren und die spielkarten. wir haben uns einen hügel ausgesucht, der sich geschätzte 1000 meter, direkt vom meer erhebt. es ist ca 4-5 km luft linie entfernt und in zwei tagen, sollte dies zu schaffen sein.
<br>

wieder macht die hitze uns fertig. wir ersteigen gerade einen berg. der asphalt kocht. in einem schatten legen wir uns nieder und bespielen die siesta mit romee. am kühlen abend, gehts dann weiter. wir steigen zum berg, es ist inzwischen 19 uhr. immer noch zu heis. am berg gibt es keinen schatten, keinen baum. nichts, wo man sich hätte ausruhen können. wieder spielen wir karten und gehen noch später los. wir steigen den berg quer an, nicht, weil es einfacher ist, sondern, weil es schneller ist. wir wollen den sonnenuntergang sehen. es dauert nur noch zwei stunden. mit meinen kurzen lederhosen zieht es mich kaum durch dieses grasige gelände. überall korn und gras und wiesen. meine beine sind von der macchia zerstochen, die samen der pflanzen lösen allergie aus. egal, nach den tortouren mit dem womo, eine willkommene abwechslung. hundert meter unter dem gipfel finde ich eine plattform. sie ist in dem steilen hang wunderbar für etwas drei leute. vlt sogar vier. wir beschließen hier zu bleiben und sehen gerade noch die sonne untergehen. ein wunderbarer abend. man sieht sogar das wohnmobil, welches stecknadelgroß am meeresufer stehen mag. in gedanken, bei den kameraden....

p1030199.JPG

nach unserem absteig und einem kleinen tramp, sind wir bald wieder bei der wohneinheit. unsere tour, geht unaufhaltsam weiter, richtung süden. und tatsächlich erreichen wir auch bald kalabrien. doch nun heisst es erst mal, geburtstag feiern. ich will darauf nicht näher eingehen, da es zu privat ist. wir feiern und singen jedoch bis spät in die nacht, mit italienern zusammen und feiern zwei wunderbare menschen.

p1030170.JPG
am morgen geht es wieder auf fahrt. oder, wohl eher am abend. denn trotz des herbstlichen waldes, und der lauen luft unter den bäumen, sind es immer noch an die 40 grad. wir warten und packen in ruhe. dann gehts los, bizarre ist der wald. außergewöhnlich. und doch dem schwedischen oder dem schwarzwald sehr ähnlich. wir wandern und wandern und erholen uns am abend, in der lauen luft, von der hitze. bald schon finden wir an einem see ein ruhiges plätzchen. die nacht, wird bitterkalt. ich fühle mich, wie im winter. luftkugeln, die eisigkalt sind, bilden sich in meinem falsch gewählten sommerschlafsack. ich drohe, zu erfrieren. ob ich aufstehen soll? es sind gefühlte - 5 grad. ich beschließe, mich nicht zu bewegen. es hilft einigermaßen völlig übernächtigt starte ich in den neuen tag. vor mir sehe ich nur “heim kommen”, das halte ich nicht aus. das mag einmal ok sein, nicht nochmal. doch wir haben keinen wirklichen schimmer, wo wir sind. wir laufen und laufen und immer wieder glauben wir, den richtigen weg zu gehen, dumm und blind, folge ich natürlich. ob es ein fehler war?

mehrfach entschließe ich mich, den gewählten weg zu boykottieren. aber ich kann nicht. zählt die gruppe doch immer noch mehr, als mein persönlicher wunsch. ich hasse mich dafür und folge durch macchia, durch gestrüpp, steilste berge hoch und in richtung niemandsland. lieber wäre ich zur nächsten straße und weg von hier getrampt. irgendwie halte ich jedoch durch. die vorräte sind am schrumpfen, das wasser auch. aber es gibt immer wieder bergquellen und so halten wir durch. zwei tage danach sind wir zurück. ich bin echt im eimer, völlig fertig.
zur erholung für die nächste fahrt, beschließen wir, pompei zu besuchen. auch, da die fahrtenkasse das endziel sizilien nicht mehr hergibt. naja, bei zwei reifenplatzern….
wir kommen gerade aus der vom vesuv überaschten stadt. groß ist sie, unzählige pinten und häuser. zahlreiche, bordelle und kneipen waren hier. es soll eine stadt voller lust und party gewesen sein. grausam das erlebte. menschen, die nicht schnell genug flüchteten wurden von der lawa erwischt und bei lebendigem leibe verbrannt. diese abdrücke der menschen, wurden in gips gegegn gegossen und man kann sie “besichtigen”. ein großes unheil ist dieser stadt wiederfahren. wir laufen drei stunden durch die ruinen, dann kehren wir zu unserem parkplatz zurück.
wie sagte dieser italiener (schlepper?), der supermarktparkplatz sei kostenfrei. ja, wohl nur, sind wir abgeschleppt worden. naja, es steht auch auf dem schild. parken verboten. so eine schei….
auf dem polizeirevier stellt sich schnell heraus. der wagen ist nicht abgeschleppt. sondern geklaut. komplett. komplett? ein ganzes wohnmobil?! wir kapieren nur sehr langsam. alle unsere sachen, gitarren, ausweise, telefone, fahrtenzeug, essen und so weiter. alles in der wohneinheit….

p1030207.JPG
die nächsten drei tage will ich nicht berichten. nur so viel. geplant war, ab rom wieder zu fahren. trampen und allmählich den fahrtengruppen 4 un5 in die arme zu fahren. doch daraus wurde dann natuerlich nix. mit mietwagen des adac, einer unterhose an und genausoviel klamotten, sind wir drei tage später auf der balduinstein. hier brauchen wir noch lange, die erlebnisse zu realisieren.

ein kleienr einblick hattet Ihr nun hier……am größten ist der schock sicher für wanja. wir werden eine lösung finden. aber eines kann man nicht leugnen, das gwünschte abenteuer, haben wir gehabt.
ich bin sehr auf die ausführungen der pimpfe gespannt, die jetzt gerade noch in der toskana unterwegs sind……Euch eine gute fahrt und allen anderen bünden auch!!!